Man lebt nur einmal!?

Gästegottesdienst 22.03.2026


Antwort A:

Ein an Gott gläubiger Mensch sieht oft den Tod als Übergang zu dem nächsten Leben bei Gott. Diese Hoffnung auf Erlösung

und auch die Hoffnung auf ein Wiedersehen mit geliebten Menschen können die Angst vor dem Sterben lindern. Ein solcher

Mensch findet Ruhe und Trost.

 

Ein Mensch ohne Gott betrachtet den Tod meist als das endgültige Ende des Bewusstseins.

Dies führt oft zu einer stärkeren Fokussierung auf das Hier und Jetzt. Das Leben wird als kostbar empfunden, gerade weil

es endlich ist.

 

Was sagt die Bibel? Welche Prinzipien finden wir darin?

 

Im Buch Prediger (1,1-5) finden wir folgende Aussage: „Worte des Predigers, des Sohnes Davids, des Königs in Jerusalem. Eitelkeit der Eitelkeiten!, spricht der Prediger; Eitelkeit der Eitelkeiten! Alles ist Nichtigkeit Welchen Gewinn hat der Mensch bei all seiner Mühe, womit er sich abmüht unter der Sonne? Eine Generation geht, und eine Generation kommt; aber die Erde besteht ewig. Und die Sonne geht auf, und die Sonne geht unter , und sie eilt ihrem Ort zu, wo sie aufgeht.“ Ist dies Realität? Ja! Frei übertragen könnte man sagen: Warum mühe ich mich überhaupt ab! Und: Die Sonne muss untergehen damit sie wieder aufgehen kann. Das gilt für den Menschen ebenso. Beim Sonnenaufgang sehen wir ihn als Kind. Es folgt der Zenit und schließlich beim Sonnenuntergang das Sterben. Schließlich folgt die Auferstehung.

 

In Vers 6 lesen wir: „Der Wind geht nach Süden und wendet sich nach Norden; sich wendend und wendend geht er, und zu seinen Wendungen kehrt der Wind zurück.“ Auch diese Aussage stimmt. Man kann sie beobachten. Dies trifft auch auf die folgenden Verse zu: „Alle Flüsse laufen in das Meer, und das Meer wird nicht voll; an den Ort, wohin die Flüsse laufen, dorthin laufen sie immer wieder. Alle Dinge mühen sich ab: Niemand vermag es auszusprechen. Das Auge wird des Sehens nicht satt, und das Ohr nicht voll vom Hören. Das, was gewesen ist, ist das, was sein wird; und das, was geschehen ist, ist das, was geschehen wird. Und es gibt gar nichts Neues unter der Sonne.“

 

Menschliche Bedürfnisse bleiben. Liebe, Zuneigung, Essen, Trinken. Und es gibt gar nichts Neues

unter der Sonne. Gibt es irgendetwas, von dem man sagen kann, dies ist neu (Vers 10)? Die Bibel verneint es. Sicher haben wir heute das Internet. Eine Mail zu schreiben erreicht den Empfänger sofort. Doch es bleibt eine Information und ein Informationsaustausch.

 

Könnte man auch ohne Worte erzählen? Im Psalm 19,2 sehen wir einen Blick nach oben zu etwas Unveränderlichem: „Die Himmel erzählen die Herrlichkeit Gottes, und die Ausdehnung verkündet seiner Hände Werk.“ Hier wird die Natur als eine Art stumme Predigt beschrieben, die ohne Worte zu allen Menschen spricht, egal welche Sprache sie benutzen. Die „Himmel“ stehen fest, sichtbar und unveränderlich. Das Internet hingegen ist ein virtueller Raum, flüchtig und ständig im Wandel und im Grunde alles andere als fest.

 

Die Bibel ermuntert uns in Prediger 12, an den Schöpfer zu denken. Und das in jungen Jahren und nicht in späten. Womöglich ist es bald zu spät. Vers 1: „Und gedenke deines Schöpfers in den Tagen deiner Jugendzeit, ehe die Tage des Unglücks kommen und die Jahre herannahen, von denen du sagen wirst: Ich habe kein Gefallen an ihnen.“ Selbst zur Beerdigung eines Menschen findet der Prediger passende Worte: „Denn der Mensch geht hin zu seinem ewigen Haus, und die Klagenden ziehen umher auf der Straße; ehe zerrissen wird die silberne Schnur und zerschlagen die goldene Schale und zerbrochen der Eimer am Quell und zerschlagen das Rad an der Zisterne, und der Staub zur Erde zurückkehrt, so wie er gewesen ist, und der Geist zu Gott zurückkehrt, der ihn gegeben hat“ (Verse 5-7).

Antwort B:

Ich möchte anknüpfen an das, was zuvor gesagt worden ist. Wer hat das Buch des Predigers geschrieben? Es war Salomo, der Mann mit dem weitesten und eindrucksvollsten Herzen (Pred 1,1 mit 1Kön 3,12).

 

Der Prediger sucht Glück und Sinn im Leben und probiert vieles aus, was wir heute ebenso erkennen können. Lies dazu Pred 2,1-11. Wir finden:

- Alkoholismus (V3)

- prächtige Gebäude und Parkanlagen (V4-6)

- Autorität und Macht über Mensch und Tier (V7-8)

- Reichtum (V7)

- (sexuelle) Anerkennung (V8)

 

 

Sein Fazit lesen wir in Pred 2,10-11: „Und was irgend meine Augen begehrten, entzog ich ihnen nicht; ich versagte meinem Herzen keine Freude, denn mein Herz hatte Freude von all meiner Mühe, und das war mein Teil von all meiner Mühe. Und

ich wandte mich hin zu allen meinen Werken, die meine Hände gemacht hatten, und zu der Mühe, womit ich mich wirkend abgemüht hatte: Und siehe, das alles war Eitelkeit und ein Haschen nach Wind; und es gibt keinen Gewinn unter der Sonne.“ Und was bedeutet dies? Nichts davon bringt echte Erfüllung.

 

Was hat der Prediger nun gefunden und was nicht? Aufschluss gibt Pred 7,27-28: „Siehe, dies habe ich gefunden, spricht der Prediger, indem ich eines zum anderen fügte, um ein richtiges Urteil zu finden: Was meine Seele immerfort gesucht und ich nicht gefunden habe, ist dies: Einen Mann aus Tausenden habe ich gefunden, aber eine Frau unter diesen allen habe ich nicht gefunden.“ Erfüllung bringt nur ein einziger Mann. Und dieser Mann ist Jesus Christus, der Sohn Gottes. Und wer findet Erfüllung und Rettung in diesem Namen? Das sind Menschen, die an Jesus Christus glauben. Diese Menschen nennt die Bibel im Neuen Testament „Gemeinde“ und „Braut“. Das konnte der Prediger noch nicht erkennen.

 

Nun möchte ich gerne ein paar Worte über diesem Sohn Gottes betrachten. In Joh 11 sehen wir folgende Situation:

- der Herr Jesus hat Lazarus lieb. Aber dieser musste krank werden, damit der Herr die Größe Gottes zeigen kann.

- Lazarus stirbt und die Jünger haben es zunächst nicht verstanden, bis der Herr es in Klarheit sagte.

- Martha, die Schwester des Lazarus, glaubt an die Auferstehung am letzten Tag, aber der Herr sagt ihr: „Ich bin die Auferstehung und das Leben; wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt; und jeder, der lebt und an mich glaubt, wird nicht sterben in Ewigkeit. Glaubst du dies“ (Verse 25-26)?

 

Das macht die beiden Seiten deutlich: ewig leben oder ewig sterben (nicht ewig tot sein). Die Reaktion der Martha lesen wir in Vers 27: „Ja, Herr, ich glaube, dass du der Christus bist, der Sohn Gottes, der in die Welt kommen soll.“

Das ist zunächst als Grundlage die Anerkennung, wer hier der Redende ist. Dies ist bis heute nötig! Erkenne als ersten Schritt an, wer Jesus Christus ist. Der Herr unterstreicht anschließend seine Aussagen anschaulich mit Taten: Lazarus wird auf sein Wort hin lebendig und steht aus den Toten auf! (Vers 44).

 

Weiter ist als zweiter Schritt die Einsicht der eigenen Schuld unumgänglich!

 

Dazu zeigt die Bibel in Lukas 23, 39-43 eine Situation am Kreuz: „Einer aber der gehängten Übeltäter lästerte ihn und sagte: Bist du nicht der Christus? Rette dich selbst und uns! Der andere aber antwortete und wies ihn zurecht und sprach: Auch du fürchtest Gott nicht, da du in demselben Gericht bist? Und wir zwar mit Recht, denn wir empfangen, was unsere Taten wert sind; dieser aber hat nichts Ungeziemendes getan. Und er sprach zu Jesus: Gedenke meiner, Herr, wenn du in deinem Reich kommst! Und er sprach zu ihm: Wahrlich, ich sage dir: Heute wirst du mit mir im Paradies sein.“

 

Hier sind zwei zum Tode verurteilte Männer neben dem unschuldigen Herrn Jesus. Der eine entscheidet sich für Ablehnung und Spott, der andere für Demut und für eine besondere Bitte. Es kommt nicht auf die eigenen Taten an, sondern auf die Einsicht der eigenen Fehler. Nach der Theorie der "Guten Taten, die in den Himmel bringen" können die beiden nichts vorbringen, da sie zurecht(!) verurteilt wurden. Der Unterschied liegt alleine in der Herzenshaltung. Der eine lästert, aber der andere erkennt seine Schuld an und vor allem, wer der Herr ist.

 

Das sind die beiden notwendigen Schritte zum ewigen Leben nach dem Tod! Der Herr nimmt das an (V43).

 

 

Antwort C:

Es gibt eine zum Thema passende Geschichte im Lukas-Evangelium, Kap 16, Verse 19 – 31. Es handelt von einem reichen Mann, dessen Namen wir nicht kennen, und von einem armen Mann mit dem Namen Lazarus (es ist nicht der gleiche Mann wie

aus Joh 11).

 

Der reiche Mann hat vermutlich auch alles ausprobiert. Er „lebte alle Tage fröhlich und in Prunk.“ (Vers 19). Lazarus war wirklich arm. Das zeigen die Verse 20 und 21. Aber er muss an dem lebendigen Gott geglaubt haben. Beide Männer sterben. Aber nach dem Tod finden sie sich in unterschiedlichen Örtern wieder. Lazarus im „Schoß Abrahams“. Das ist eine andere Bezeichnung für

das Paradies. Und der reiche Mann an einem Ort der Qual. Nun bittet dieser Mann um die Hilfe des Lazarus! Die Antwort an ihn lautet: „denke daran, dass du dein Gutes empfangen hast in deinem Leben.“ (Vers 25). Die Entscheidung über die Ewigkeit fällt also in diesem Leben und nicht mehr danach. Und die Verantwortung dafür trägt der Mensch für sich allein.

 

Wie schrecklich ist es nun für einen Menschen, wenn er ohne Gott in seinem Leben gewesen ist und dann erkennen muss, dass er sich sehr geirrt hat. Und dies ist unwiderruflich. Selbst wenn ein Mensch von den Toten zurückkäme, um zu warnen, dass es tatsächlich einen solchen Ort im Hades gibt, es würde nach der Weisheit der Bibel nichts nützen. Die Erklärungen wären vermutlich umfangreich. Aber der Bibel, dem Wort der Wahrheit, würde weiterhin kein Glauben geschenkt (Vers 31).

 

Antwort D:

Alles das, was heute Morgen hier gesagt wurde, fasst eine Bibelstelle aus dem Brief an die Hebräer treffend zusammen: „Und ebenso, wie es den Menschen gesetzt ist, einmal zu sterben, danach aber das Gericht.“ (9,27). Wie stehen wir vor Gott, dem gerechten Richter? Haben wir Frieden mit Gott durch den Herrn Jesus Christus? Haben wir ihn als Herrn anerkannt und über unser Leben Buße getan? Oder trifft auf uns der Vers aus Heb 10, 31 zu: „Es ist furchtbar, in die Hände des lebendigen Gottes zu fallen!“